Stadt

Kunstvortrag: Christliche Ikonographie

"Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist!"

So hat es angeblich der liebe(?) Gott befohlen, Mose hat es artig in seinem(?) zweiten Buch im 20. Kapitel als Vers 4 notiert und mehrfach (sogar unter Androhung schlimmster Strafen) wiederholt. Und was hat es genützt? Nichts! Im Gegenteil: Man stelle sich nur einmal den Petersdom oder die Sixtinische Kapelle ohne Bildwerke vor!

Jede Wette: Kaum einer ginge hin! Die christlich geprägte Kultur des Abendlandes quillt geradezu über vor biblisch motivierten Darstellungen in allen Sparten der Bildenden Kunst. Ja, sie spielten zu fast allen Zeiten sogar die tragenden Rollen in den verschiedenen Inszenierungen des religiösen Theaters. Die "Drehbücher" wurden vielfach ergänzt und/oder umgeschrieben, wechselnden Bedürfnissen und Absichten angepasst; der Erfindungsreichtum der Künstler wurde stets aufs Neue gefordert, gefördert und bewundert - ihre Werke und sie selbst aber auch mehr als einmal wieder verworfen, ja sogar verdammt oder zerstört. Warum?

Der Referent möchte mit seinem Publikum einen Streifzug durch die christliche Bildsprache unternehmen, Hintergründe und Verbindungen aufzeigen, die vielleicht die tiefe Sinnhaftigkeit der einen oder anderen bisher als wenig fragwürdig empfundenen Darstellung erhellen - vielleicht aber auch manch lieb gewonnene Ansicht in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen! Aber machen Sie sich doch einfach selbst ein Bild!


Termine

  • 01.03.23 19:00 - 21:15 Uhr