Stadt

Inszenierung der Macht von Ludwig XIV. bis Napoleon I.

16. Kunstvortrag in Kooperation mit Marx Wirtschaft Erwitte

Wenn heutzutage die Wahl eines politischen Kandidaten von der Auswahl seiner Krawatte für den besonderen Fernseh-Auftritt abhängen kann (das ist leider kein Witz!), dann mag man leicht glauben, im falschen (pardon: gefälschten!) Film zu sein - und liegt dann mit dieser Einschätzung meistens goldrichtig. Macht kennt im Grundsatz nur zwei bedeutsame Phasen: 1. Das Streben nach derselben und 2. nach ihrem Erreichen das ständige Bemühen um ihren Erhalt. Dabei bedient man sich nicht erst im Zeitalter digitaler Medien der Wirkmacht des Bildes, das dazu entsprechend komponiert und bei dem das Dargestellte im Dienste der Absicht inszeniert wird. Der Referent wird versuchen, anhand einer Fülle von Beispielen, die vom kleinen, eher unscheinbaren Symbol bis zur Gesamtanlage eines ganzen Schlosses reicht, die in langer Tradition stehende Macht-Ikonographie zweier Herrscher aufzuzeigen, deren hervorstechende Eigenschaften mit Sicherheit nicht Bescheidenheit und Selbstzweifel waren - und deren Inszenierungen bis heute Schule machen.

Bild:

Zu V 16 Rigaud Louis_XIV. von Frankreich 1701 Öl auf Lwd. 277 x 194 cm Louvre Paris

Termine

  • 02.04.19 19:30 - 21:45 Uhr