Stadt

Wassily Kandinsky

21. Kunstvortrag in Kooperation mit Marx Wirtschaft Erwitte

Der Name Kandinsky ist heutzutage in den Köpfen vieler Menschen mit dem Begriff der Abstraktion nahezu identisch. Seine Nennung lässt vor dem jeweiligen geistigen Auge meistens sofort farbenprächtige Bilder erscheinen, deren Motivbestand sich fast ausnahmslos im Bereich geometrisch konstruierter Formen bewegt - und meistens auch erschöpft! Formen und Farben stammen angeblich aus Schubladen mit Aufschriften wie "Selbstzweck" oder "dekorativer Krimskrams", Fragen nach Sinn und Bedeutung stellen sich somit erst gar nicht und eröffnen dem gestelzt formulierenden Vernissage-Festredner für einen künstlerischen "Kandinsky-Urenkel" die Möglichkeit, mit heißer Luft Girlanden zu flechten und buchstäblich das kreisrunde Blaue vom Himmel herunterzureden, in dem sich der liebe Gott erbarmen möge. Dass das Zauberwort im ersten Durchgang des NRW-Zentralabiturs im Fach Kunst Abstraktion hieß, besaß denn auch nur eingeschränkten Sensationswert. Doch was hatte bzw. hat es mit dem Pionier der abstrakten Malerei und dem Blauen Reiter wirklich auf sich? Wie verhält es sich mit den Begriffen Abstraktion und Realistik, zwischen die Kandinsky sogar das Gleichheitszeichen gesetzt wissen wollte?! Ein besonderes Anliegen des Referenten ist es, die Leitgedanken Kandinskys aufzuzeigen und auf der Grundlage ihrer Erkenntnis dem Betrachter das Abenteuer der plötzlich verblüffend logischen Lesbarkeit seiner Werke zu ermöglichen.

Termine

  • 21.09.21 19:00 - 21:15 Uhr