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Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen

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Klimaresilienz in Kommunen

Der Klimawandel ist bereits spürbar und die Prognosen sagen eine Häufung extremer Wetterereignisse voraus. Demnach ist ein klimaschonendes Handeln und die Einstellung auf veränderte Klimabedingungen erforderlich.

Das von der Landesregierung im Rahmen des NRW-Konjunkturprogramms zur Corona-Hilfe aufgelegte Sonderprogramm „Klimaresilienz in den Kommunen“ fördert die Umsetzung von kommunalen Klimaanpassungsmaßnahmen.

Mit der Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen soll in Erwitte ein Beitrag zur Verbesserung des lokalen Stadtklimas geleistet werden. Nicht zuletzt wird mit der Schaffung grüner Dächer und Gebäudefassaden das Wohnumfeld attraktiver und die Lebensqualität der Anwohner verbessert.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen gewährt das Land den Kommunen Zuwendungen aus dem Sonderprogramm zur Weiterleitung an Dritte (private Immobilienbesitzer bzw. Unternehmen) nach VVG Nr. 12 zu § 44 LHO Mittel zur Förderung von Investitionen und Bepflanzung mit mehrjährigen vorrangig heimischen Pflanzen zur Begrünung von Dächern und Fassaden sowie für Ausgaben für die Planung im Zuge der Maßnahmenumsetzung.

Die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung erfolgt im Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von bis zu 50 % der förderfähigen Kosten. Hier finden die ANBest-P-Corona bzw. die LHO (ANBest-P) Anwendung.

Zuwendungsfähig sind:

  • Alle angemessenen Ausgaben für den Aufbau der Vegetationsschicht wie Schutzvlies, Filtermatte, Drainschicht, Substrat, Ansaat oder Pflanzen, wobei der Schichtaufbau des Dachsubstrates mindestens einer extensiven Dachbegrünung von 5-15 cm Substratauflage entsprechen muss.
  • Ausgaben für Entwurf und Planung

Eine Kombination aus Begrünung und Wasserspeicherung hat aus Klimaanpassungssicht besonders positive und nachhaltige Effekte und wird demnach begrüßt.

Grundsätzlich nicht gefördert werden:

  • Nicht-investive Maßnahmen, wie bspw. die Erstellung von Konzepten, Analysen oder Studien
  • Verschönerungsmaßnahmen an Garagen/Carports
  • Maßnahmen an Neubauten bis zu fünf Jahren nach Bauabnahme
  • technische Anlagen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Begrünung stehen
  • gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen
  • Eigenleistungen, wie unbezahlte freiwillige
  • Arbeiten und/oder Sachleistungen, einschließlich Sachspenden
  • nicht in Anspruch genommene Skonti und Rabatte
  • die Umsatzsteuer, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller vorsteuerabzugsberechtigt sind

Wichtig ist, dass mit der Maßnahme noch nicht begonnen wurde und mit der Umsetzung auch erst nach Erhalt einer schriftlichen Zusage der Förderung begonnen werden darf.

Das Vorhaben muss spätestens am 31.03.2022 abgeschlossen sein.

Es soll zunächst eine erste Einschätzung der Anzahl der Interessenten vorgenommen werden. Es ist daher noch keine Antragsstellung notwendig.

Interessierte Immobilienbesitzer und Unternehmen können sich an Frau Isabell Himstedt unter Tel. 02943 896-427 oder per E-Mail an i.himstedt@erwitte.de melden.

 

Quelle: Adobe Stock
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