Stadt Erwitte / Samstag, 18.11.2017

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Wegweiser: Tourismus und Freizeit · Sehenswürdigkeiten · Gradierwerke in Bad Westernkotten
Gradierwerke in Bad Westernkotten
Die frühesten gesicherten Nachrichten über die Salzgewinnung am Hellweg sind rund 1.000 Jahre alt. In Unna-Königsborn, Werl, Soest, Salzkotten, Bad Sassendorf und Bad Westernkotten standen die Gradierwerke oder Leckhäuser aus Schwarzdorn. Sie dienten ehemals der Gradierung der Sole, d.h. der Erhöhung des Salzgehaltes durch Verdunstung des Wassers.
Saline
Die in Bad Westernkotten erhaltenen zwei Gradierwerke sind als kulturgeschichtliche bzw. technische Baudenkmäler anzusehen. Heute dienen sie der Freiluftinhalation der Kurgäste.

Das Gradierwerk I ist 120 Meter lang und 12,25 Meter hoch. Die Gradierfläche beträgt ca. 2.400 m². Sie verläuft exakt von Nord nach Süd. Auf der Südseite befindet sich vor Kopf der Aufgang über Bohlentreppen. Seit seiner Fertigstellung im Jahre 1845 hat es bis 1949 der Salzproduktion gedient. Es ist mit Wirkung vom 18.12.1984 - ebenso wie das Gradierwerk II - in die Denkmalliste der Stadt Erwitte aufgenommen worden. Der statische Aufbau besteht aus einem Haupttraggerippe, das zur Windaussteifung und Lastabtragung dient. In der Gradierwand stehen außerdem Ausfachungsständer, die die Dornen tragen. Im nördlichen Drittel des Gradierwerks befindet sich unterhalb der Dornwand eine Auffangwanne für die Sole.

Saline aus der Nähe
Das Gradierwerk II verläuft von Norwest nach Südost und ist 58 Meter lang und 13 Meter hoch, die Fertigstellung erfolgte 1932. Die Gradierfläche beträgt hier ca. 1.200 m². Die Funktion der Gradierwerke lässt sich wie folgt beschreiben: Bei der sog. Dorngradierung läuft die ursprünglich durch Göpel auf das Gradierwerk beförderte Sole durch Ringleitungen über die Schwarzdorn-Reiserwände. Bei diesem Vorgang verdunstet ein Teil des Wassers, und die Sole gradiert, das heißt, sie wird auf einen höheren Grad gebracht bzw. konzentriert. Gleichzeitig wird die Luft durch Zerstäubung der Sole mit Salz (ca. 20%) angereichert, es entstehen Aerosole, die heute der Freiluftinhalation dienlich sind.


Saline
Als aus der Sole noch Salz gewonnen wurde, hat man Sole durch zwei- bis dreimaliges Durchlaufen auf etwa 20% Salzgehalt heraufgradiert. Danach war die Sole "gesättigt", und das Salz musste durch Verdampfen des Restwassers in den Salinen oder Salzhütten gewonnen werden.



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