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Expressionismus, Dada und der Surrealismus á la Max Ernst

20. Kunstvortrag in Kooperation mit Marx Wirtschaft Erwitte

Als Ernst-Ludwig Kirchner mit einigen gleichgesinnten Kollegen 1905 in Dresden die Künstlergruppe Brücke gründete, da war dies laut Manifest ein Versuch, sich gegenüber den "wohlangesessenen älteren Kräften" Arm- und Lebensfreiheit zu verschaffen, eine Freiheit, die jedoch nur wenige Jahre später auf den Schlachtfeldern des I. Weltkrieges unterging. Allem, was bis dato als Kultur und Kultiviertheit gegolten hatte, war mit jener Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts der bislang für tragfähig gehaltene Boden entzogen. Grausamkeit, Hässlichkeit, Zerstörung und Verstümmelung traten als Alltagserfahrungen allgegenwärtig ins Blickfeld. Die logisch-konsequente Folge: Dada als Spiegel der aus allen Fugen geratenen Welt. In dieser Bewegung steckte aber auch die ideologisch-künstlerische Wurzel eines Mannes, der mit einem Generalangriff auf die Seh- und Denkstrukturen der Menschheit auf den Plan trat und zu einem Hauptakteur des sog. Surrealismus wurde, der in seinem tiefsten Inneren einen pädagogischen, ja politisch-utopischen Kern enthält: "Unsinn" mit Methode und System. Wie das? Der Referent wird versuchen wesentliche künstlerische Strömungen des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts zu erschließen und verständlich zu machen.

Termine

  • 18.02.20